Arbeitsgemeinschaft           Rheinischer Klosterritt

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01.02.2015

Ruhiger und Runder, oder Willkommen in der Realität!


Normalerweise würde ich diesen Artikel wieder beginnen mit: …und heute lud die Arbeitsgemeinschaft Rheinsicher Klosterritt zum 2. Trainingstag auf der Geländebahn des RuF Bayer Dormagen, in Dormagen ein. Es kamen 7 Teilnehmer, die Reiter waren motiviert, die Pferde gut und das Wetter toll….

Ich würde als Außenstehende Person schreiben, als jemand der das ganze aus der Ferne beobachtet hat, und dessen Aufgabe es ist, am Ende des Tages einen Artikel zu verfassen; und es würde den Anschein erwecken als wenn immer alles Glanz und Gloria auf der Welt – auch in unserer Welt – wäre.

Aber heute möchte ich etwas anderes probieren. Ich schreibe in meiner Person, ich schreibe als Stephanie Wrann und versuche meine Eindrücke des heutigen Tages in Worte zu fassen; kritisch zu beschreiben; denn während des Trainings kam mir so oft der Gedanke: wenn ich heute Abend meinen Laptop öffne und den Bericht über das heutige Training schreibe, stände die Überschrift schon fest: Ruhiger und Runder.

Ruhiger war auch das, was Bernhard Theine als Trainer den Reitern eigentlich immer wieder zurief wenn sie grad mal wieder während einer Galopprunde an uns vorbei düsten. Runder war das, was Claudia immer wieder versuchte den Reitern an die Hand zu geben.

Die ersten zwei Runden Schritt verliefen relativ harmonisch, auch wenn alle Reiter zuerst eine andere Vorstellung davon hatten, was Bernd mit aktivem Schrittreiten meinen könnte. Eben nicht das latschen am langen Zügel, sondern vorwärts/abwärts, und das reitet man eben vorwärts und abwärts, oder anders: vorwärts und etwas runder.

Als es dann ans gemeinsame Traben, immer noch als Lektion des warm und locker reiten der Pferde ging, liefen einige der Pferde schon viel zu zügig los, teilweise schon im Galopp, teilweise mit langen Hälsen ähnlich dem einer Giraffe.

Zum eigentlichen Galopptraining haben wir dann gemeinsam entschieden, das es besser wäre die Gruppe aufzuteilen, und die Reiter jeweils in 2er bzw. 3er Gruppen auf die Bahn zu schicken; der Rest hielt die Pferde auf dem Abreiteplatz in Bewegung. Die Aufteilung der Reiter in kleine Gruppen hatte den Vorteil dass Bernd sich auf jeden einzelnen konzentrieren konnte. Jeder Reiter und jedes Pferd bekam die gleiche Aufmerksamkeit und viele, viele Trainingstipps. Allem voran das: Ruhiger und Runder.

Ruhiger auch vor allem für die Pferde, die meinten wir trainieren hier für das nächste Flachlandrennen. Zwei besondere Exemplare ließen es sich nicht nehmen, mal zu zeigen, was genau sie denn so zu bieten haben, sehr zum Erstaunen ihrer Reiter, sehr zum Erstarren aller umstehenden. Glücklicherweise ist niemandem etwas passiert; und glücklicherweise ist dieses Grenzen austesten bei uns auf der Geländebahn passiert. Hier haben die Pferde kaum Möglichkeit aus dem umzäunten Areal heraus zu kommen, anders als wenn sie ihren Reiter im Gelände testen. Hier haben die Reiter die Möglichkeit diese Trainingssituation nicht alleine durchstehen zu müssen, und unter Anleitung von Fachkundigen Trainern diese Situation zu einem guten Abschluss für Pferd und Reiter zu bringen. Willkommen in der Realität, ist dass, was ich von diesem Erlebnis mitgenommen habe.

Das gemeinsame Training verschiedener Reiter mit Pferden verschiedener Rassen, und alle haben einen anderen Leistungsstand, versetzt uns in die Lage auch mal über den Tellerrand hinaus zu schauen. Versetzt uns in die Lage, unseren Pferden immer wieder neue Situationen bieten zu können, und versetzt uns vor allem aber in die über aus glückliche Lage, diese Dinge nicht alleine bewältigen zu müssen.

Am Ende des Tages kann ich den Artikel aber dennoch abschließen mit den Worten: …und heute lud die Arbeitsgemeinschaft Rheinsicher Klosterritt zum 2. Trainingstag auf der Geländebahn des RuF Bayer Dormagen, in Dormagen ein. Es kamen 7 Teilnehmer, die Reiter waren motiviert, die Pferde gut und das Wetter toll….

Eure Arbeitgemeinschaft Rheinischer Klosterritt
i.A. Stephanie Wrann



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